Kunst & Energie

Künster, die in der Stiftung Künstlerdorf als Stipendiaten zu Gast waren, arbeiteten bereits intensiv an der Veranschaulichung von Energiethemen. So sollen in den Gebäuden der Stiftung und im Außenraum künstlerische Arbeiten entstehen und zu besichtigen sein, die spezielle Aspekte der Energiethematik experimentell erkunden,  veranschaulichen und so auch eine bewusstseinsbildende oder pädagogische Funktion haben. Dies wurde ermöglicht durch die Sonderstipendien Kunst-Wissenschaft-Wirtschaft des Landes NRW, die zusätzlich bewilligt und gezielt auf die Energiethematik hin ausgerichtet wurden

José Antonio Orts: Klanginstallation

Der spanische Künstler José Antonio Orts, der unter anderem 2004 mit dem Deutschen Klangkunstpreis ausgezeichnet wurde, schuf ebenfalls eine Installation, die elektrischen Strom in Klänge umwandelt. In diesem Fall sind es kleine Solarmodule, die das Sonnenlicht einfangen,  und Lichtsensoren, die Bewegung bzw. damit einhergehende Veränderungen der Lichtintensität im Raum registrieren und in eine Abfolge von Tönen umwandeln. Es entstand eine interaktive Installation, die der Betrachter spielerisch erkunden kann.
http://joseantonioorts.com

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Mick Lorusso: The Light of Microbial Schöppingen

Aus den USA kam Mick Lorusso nach Schöppingen, um hier an seiner Modellstadt weiterzuarbeiten. Es handelt sich um ein Modell der Stadt Schöppingen, wie sie sich um das Jahr 1600 herum darstellte, und nun komplett aus Acrylglas nachgebaut wurde, nur dass die Bewohner dieser Modellstadt bereits über  auf neuartige Art  regenerativ erzeugtes elektrisches Licht verfügen. „The Light of Microbial Schöppingen“ wird von speziellen Bakterien geliefert, die durch ihren Stoffwechsel aus organischem Material direkt Elektrizität erzeugen können. Wissenschaftler der Universität Gent forschen an diesem Phänomen und ließen Mick Lorusso an ihren Erkenntnissen teilhaben, die dann in das Kunstwerk einflossen.

www.micklorusso.net
Mick

 

 

 

 

 

Karl Heinz Jeron: Fresh music for rotten vegetables

Der Berliner  Künstler Karl Heinz Jeron arbeitete an einem Versuchsaufbau, der die Gewinnung von Elektrizität aus verdorbenen Lebensmitteln verdeutlicht.  Die Installation im Künstlerdorf lädt den Betrachter ein, selbst mit den so erzeugten Stromkreisläufen zu experimentieren und dem Gemüse damit erstaunliche Töne zu entlocken.
http://jeron.org

Karl Heinz Jeron: Fresh music for rotten vegetables

De Lane Bredvik: Irminsul Zoetrope

Bereits 2011 hatte der amerikanische Künstler De Lane Brevik ein kleines Modell eines Windrades vorgestellt, das sich dreht wie ein Praxinoskop und dadurch eine Bildfolge animiert, in diesem Fall einen springenden Hirsch. 2012 ist der Künstler nach Schöppingen zurückgekehrt, um weiter an diesem gleichzeitig Windenergie in Strom umwandelnden und skulpturalen Werk zu arbeiten und eine größere Version vorzubereiten.

De Lane Bredvik

Haike Rausch u. Torsten Grosch (431art): Silent Running.

Die Skulptur ist eine Hommage an den gleichnamigen Science Fiction Film aus dem Jahre 1971. Am Ende des Films schickt Astronaut Lowell eine mit künstlichem Licht ausgestattete Kuppel als abgeschlossenes Biotop wie eine Flaschenpost in den Weltraum. Der Roboter Dewey verbleibt in der vom Mutterschiff abgestoßenen Kuppel und pflegt dort die überlebenden Pflanzen und Tiere. Die drei während eines KWW-Stipendiums entstandenen Skulpturen referieren auf die ursprünglich drei Biotope des Films. Jede der Skulpturen liefert bei entsprechender Sonneneinstrahlung Energie für ein Mobiltelefon, die in einem Akku gespeichert wird. Die Bewegung des Roboters ist Indikator für das einfallende Sonnenlicht – nur bei ausreichend einfallender Lichtenergie bewegt er sich. Das Feld, was er gießt besteht aus organischen Fotovoltaik. Material: Organische Fotovoltaik, Siliziumsolarzellen, Roboter, Giesskanne, Plexiglas, MDF.

www.431art.org

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